Phoebe war für 6 Monate als Demi Pair in Spanien und erzählt Dir hier von ihren Erlebnissen im Alltag als Demi-Pair, in der Sprachschule und in ihrer Freizeit.

Demi Pair

6 Monate als Demi Pair

Ich war für 6 Monate in Madrid als Demi Pair und es war die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können.

Nachdem ich mein Abitur erreicht hatte, wollte ich mehr Erfahrungen sammeln und die Welt erkunden, bevor ich ein Studium beginne. Zu Beginn war ich mir nicht sicher, was zu mir passt, aber als ich das Demi Pair-Programm gesehen habe, wusste ich, dass ich das machen möchte.

Es ging los

Zwischen meiner Bewerbung und dem Start lagen mehrere Monate Wartezeit. Als ich dann allerdings eine Familie fand, ging es innerhalb einer Woche los. In dieser Zeit habe ich mich noch einmal stark mit der Arbeit mit Kindern beschäftigt, um mehr Erfahrung zu sammeln, und habe angefangen, etwas Spanisch zu lernen.

Mein Spanisch wurde besser

Während meiner Zeit im Ausland konnte ich eine Menge über mich selbst lernen und bin auch durch die Arbeit mit den Kindern sehr gewachsen.

Bevor ich nach Madrid gefahren bin, kannte ich nur wenige Worte Spanisch. Zu Beginn hatte ich große Probleme, mit der Familie zu kommunizieren, da nicht jeder Englisch gesprochen hat. Mit der Zeit wurde es immer besser und ich habe große Fortschritte machen können.

Durch den täglichen Spanischunterricht und das Leben mit der Familie konnte ich mein Spanisch schnell verbessern und die Sprachbarriere wurde immer kleiner. In der Sprachschule habe ich jede Menge tolle Leute kennengelernt, die ich hoffentlich in Zukunft wiedersehen werde.

Aller Anfang ist schwer

Die ersten Monate waren voller Zweifel und toller neuer Eindrücke. Jedes Erlebnis war toll und aufregend. Die Arbeit mit den Kindern war herausfordernd für mich, aber über jeden gemeisterten Tag habe ich mich sehr gefreut.

In den ersten Monaten hatte ich auch einige Probleme, neue Freund*innen zu finden, und war meistens allein. Ich hatte tolle Menschen in meiner Klasse, allerdings niemanden, um nach dem Unterricht etwas zu unternehmen. Deshalb waren die ersten Monate etwas einsam.

Ich habe versucht, das Beste daraus zu machen und weiterzusuchen. Dadurch hatte ich allerdings auch manchmal das Gefühl, dem nicht gewachsen zu sein. Diese Momente waren allerdings meist nur kurz und ich konnte durch diese Momente viel über mich selbst dazulernen. Nach 2-3 Monaten habe ich viele tolle Personen kennengelernt und konnte mich auch besser allein beschäftigen als davor.

Mentalität der Spanier*innen

Am meisten hat mich überrascht, dass die Mentalität der Spanier*innen so komplett anders ist als die der Deutschen. Fast alle Menschen waren freundlich und haben trotz der Sprachbarriere versucht, mit mir zu kommunizieren.

Besonders schön fand ich, dass Madrid so eine gemischte Stadt ist und die Menschen trotzdem friedlich zusammengelebt haben.

Nach meinem Spanischunterricht bin ich oft noch etwas in Puerta del Sol geblieben und aus jeder Richtung konnte ich eine andere Sprache hören. Egal ob Englisch, Spanisch, Französisch, Deutsch und viele andere.

Mein Alltag

Während der Woche bin ich meistens gegen 6 Uhr aufgestanden, um mich fertig für den Tag zu machen. Anschließend habe ich die Brotdosen für die Kinder vorbereitet und danach kamen die Kinder zum Frühstücken.

Gegen 8 Uhr wurden die Kinder von einem Schulbus abgeholt und ich bin direkt weiter zur Sprachschule. Kurz vor 11 Uhr war diese auch schon zu Ende und ich hatte noch Zeit, bevor die Schule vorbei war. Meistens habe ich entweder etwas mit meinen Freund*innen unternommen oder bin allein durch Madrid gelaufen, habe neue Orte entdeckt oder saß im Retiro Park.

Je nach Tag habe ich um 13, 15 oder 17 Uhr die Kinder vom Bus abgeholt und bin anschließend mit ihnen zu ihren Hobbies gegangen. Da die Kinder Fußball, Musikschule, Tennis und Ballett hatten, war meist wenig Zeit für andere Aktivitäten und der Tag war ziemlich stark strukturiert. Gegen 21 Uhr waren die Kinder meistens im Bett und ich hatte noch etwas Zeit für mich.

Wochenenden

Die Wochenenden hatte ich meistens frei und habe diese Zeit genutzt, um viel unterwegs zu sein. Ich war in Toledo oder auch Segovia und konnte so mehr über die Geschichte Spaniens erfahren und die tolle Architektur bewundern.

Mein Ziel war es zusätzlich, so viele Museen wie möglich zu besichtigen, und ich habe mir viele Paraden in Madrid angesehen.

Mit Freund*innen war ich auch sehr viel unterwegs, egal ob ein Picknick in Retiro oder neue Orte entdecken, ich fand alles toll.

Mexikanische Kultur

Da ich in einer mexikanischen Familie lebte, habe ich leider nicht so viel spanisches Essen probiert, konnte dafür einiges über das Leben in Mexiko lernen und typisch mexikanisches Essen probieren.

Mein größter Wunsch war es, Paella mindestens einmal in meiner Zeit in Madrid zu probieren, und ich habe mich riesig gefreut, als es soweit war.

Sehenswürdigkeiten von Madrid

Da ich meistens zu Fuß unterwegs war, habe ich viele wunderschöne Orte in Madrid entdecken können und habe wahrscheinlich jede Sehenswürdigkeit in Madrid gesehen.

Mein Lieblingsort war der Retiro Park, da ich dort etwas von den ganzen Geräuschen entfernt war. Aber ich finde auch Puerta del Sol echt schön, auch wenn dieser Platz voll von Menschen ist.

Meine Zeit in Madrid war toll, und auch wenn es einige Probleme gegeben hat, werde ich diese Zeit für immer in Erinnerung haben und mich freuen, dass ich es wirklich gemacht habe.

 

 

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